Technische Hilfsmittel und Assistenzsysteme für demenzkranke alte Menschen

Das Alter bringt fast für jeden Menschen Einschränkungen der körperlichen Fähigkeiten mit sich.
Oftmals sind es nur Kleinigkeiten, die ein selbständiges und damit unabhängiges Leben erschweren, denn im Laufe des Lebens lassen viele Fähigkeiten wie Seh- und Hörvermögen, Muskelkraft oder Beweglichkeit nach.
Viele alltägliche Gegenstände, Produkte und Situationen können für den älteren Menschen dann zum Problem werden.

Gleichzeitig gibt es inzwischen viele technische Hilfsmittel, die körperliche und geistige Einschränkungen ausgleichen können, angefangen von
spezieller elekrischer Hebemechanik für normale Betten über urinundurchlässige Stuhlauflagen und spezielle Inkontinenzhöschen bis hin zu altengerechten Badewannenliftern und Treppenlifts.
(Verweise auf weitere diverse Produkte im Fachhandel finden Sie => hier oder im Katalog der Dt.Gesellschaft für Gerontotechnik).

Zunehmend kommen auch technische Hilfen und Assistenzsysteme auf den Markt, die speziell auf die Bedürfnisse von altersverwirrten und demenzkranken alten Menschen mit ihren charakteristischen Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, der Merkfähigkeit und der Orientierung zugeschnitten sind.
So gibt es - über die allgemeinen Grundsätze der demenzspezifischen Wohnraumanpassung und Milieugestaltung hinaus - mittlerweile spezielle Hilfen beispielsweise
- zur Gefahrenvermeidung (z.B. Herdsicherungen, Wasserflussregler, Rauchmelder),
- zur Sturzsicherung (z.B. Hüftprotektoren, Sturzsensoren),
- zur Bewegungsüberwachung bei Weglaufgefährdung (z.B. Bewegungsmelder, akkustische Trittmatten,
Personenortungssysteme)

Die am häufigsten nachgefragten Produkte sollen deshalb im Folgenden kurz vorgestellt werden (einen ausführlichen Produktkatalog von der Demenz Support Stuttgart gGmbh finden Sie => hier , eine Auflistung technischer Hilfen der Alzheimer Beratung, Evangelische Gesellschaft Stuttgart => hier).


Weitere Informationen - auch über Finanzierungsmöglichkeiten - erhalten Sie über das Info-Telefon der Seniorenberatung Online,
Tel. 089 - 321 58 775.

Allgemeinen Grundsätze der demenzspezifischen Wohnraumanpassung und Milieugestaltung


Allgemeine Wohnraumanpassung,
barrierefreies Wohnen


Anregungen zur dementengerechten Wohnraumgestaltung

Wohnen mit Demenzkranken

Demenz-Musterwohnung
der Diakoniestiftung Hamburg

Checkliste "Wohnung"

Wohnungsanpassungsmassnahmen für Sicherheit beim Wohnen zu Hause

Weitere Alltagshilfen



Gefahrenvermeidung


Herdsicherung anbringen (Scanvest, Sophia, Pic-tec)

Zum Schutz vor Wasserüberlauf Wasserflussregler oder Mischbatterie, die per Infrarotsender auf Bewegung reagiert, einbauen

Sicherstellung der regelmäßigen Tabletteneinnahme
durch eine Tablettendose mit Timer

Rauchmelder installieren und mit Hausnotrufsystem kombinieren

 



Sturzsicherung

Hüftprotektoren tragen (z.B. SafeHip)

Sturz- oder Falldetektoren mit Anschluss an Hausnotrufsystem besorgen

Niederflurbetten verwenden oder Matraze vor Bett anbringen


Bewegungsüberwachung bei Weglaufgefährdung


Personenortungssysteme (z.B. SatMARS, GPS2ALLDS-Vega, Keruve, Demenzbegleitung, "Raphael",
SOS-Armbandhandy,Einlegesohle im Schuh,Claravital, GPS Uhr Oscar zur Personenortung)

SOS Talisman (Zettel oder Anhänger mit Anschrift und Telefonnummer der Angehörigen) mitgeben

Hilfen zur Wohnungsüberwachung (z.B. Alarm-Trittmatte, Bewegungsmelder, Infrarotschranke,
Sensormatten)

Notrufsystem für den außerhäuslichen Bereich für unterwegs - der Johanniter-Begleiter